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Geschichte

 

  1. Aufgaben und Ziele des Geschichtsunterrichts
  2. Der Geschichtsunterricht in der Sek. I (Klasse 6-10)
  3. Der Geschichtsunterricht in der Sek. II
  4. Das Fach Geschichte als Bestandteil des Seminarfachs
  5. Geschichts-AG

 

1. Aufgaben und Ziele des Geschichtsunterrichts

Der Geschichtsunterricht beginnt am Max-Planck-Gymnasium im Schuljahrgang 6 und endet nach der 12. bzw. 13. Klasse. Diejenigen Schüler, die im August 2007 in die 10. Klasse versetzt werden, sind die letzten, die im Jahr 2011 ihr Abitur nach 13 Jahren machen – für alle jüngeren Jahrgänge wird die Schulzeit nach 12 Jahren zu Ende sein.

Mit Beginn des Geschichtsunterrichts befinden sich die Schülerinnen und Schüler in einem Alter, in dem historische Neugier geweckt ist und Fragen zur Vergangenheit gestellt werden. Sie zeigen Bereitschaft, selbständig Wissen zu den sie interessierenden Themen zu suchen und zu sammeln.

Der Anfangsunterricht Geschichte führt an die spezifischen Arbeits- und Erkenntnisweisen des Faches heran und kann den Schülern dabei helfen, ihre Wahrnehmung der Welt auch in Bezug auf die Zeit bewusst zu strukturieren und verschiedene Dimensionen von Vergangenheit zu erkennen und zu deuten.



Der Unterricht orientiert sich in den Klassen 6-10 an den Vorgaben und Richtlinien des Landes Niedersachsen bzw. an den Überlegungen zu den Bildungsstandards im Fach Geschichte. (siehe 2.: Geschichte Sek.I im Überblick)
Diese sehen vor, dass die Schüler in folgenden Bereichen Kompetenzen erwerben:

1. Sachkompetenz

  • Kenntnisse von wichtigen Tatsachen, Zusammenhängen und Epochen
  • Einsichten in die Komplexität von Geschichte. Es wird den Schülerinnen und Schülern deutlich, dass sich geschichtliche Entwicklungen in allen menschlichen Lebensbereichen vollziehen. Sie erkennen den Prozesscharakter von Geschichte. Sie gewinnen die Einsicht, dass Aussagen über Geschichte abhängig sind von dem Betrachtenden.

2. Methodenkompetenz

  • Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es ihnen ermöglichen, mit grundlegenden historischen Begriffen sachgerecht umzugehen, Arbeitsmaterialien systematisch zu befragen, geschichtliche Sachverhalte bewusst zu erarbeiten und Ergebnisse zu präsentieren.

3. Deutungs- und Reflexionskompetenz

  • Bereitschaft, nach historischen Erscheinungen und Zusammenhängen zu fragen und sich selbst zu informieren bzw. informieren zu lassen.
  • Bereitschaft, andere Meinungen kennen zu lernen und nachzuvollziehen und auf diese Weise Toleranz zu entwickeln.

Das eingeführte Lehrbuch „Forum Geschichte“ aus dem Cornelsen Verlag greift die Zielsetzung der Vorhaben auf und ermöglicht einen Unterricht, der Bezüge zum regionalen Umfeld herstellt und Raum für altersgemäße Aktivitäten bietet:

 

2. Der Geschichtsunterricht in der Sek. I

Jahrgangsstufe

Themen

Klasse 6

Identitäts- und Zeiterfahrung in Gegenwart Vergangenheit

Die neolithische Revolution: Aus Jägern und Sammlern werden Ackerbauer und Viehzüchter

Die ägyptische Hochkultur

Hellas: Einheit und Vielfalt in der griechischen Welt

Athen: Bürger machen Politik

Senat und Volk von Rom

Pax Romana: Leben im Reich der römischen Kaiser

Die Dreiteilung der ehemals römischen Welt:
Oströmisches Reich-Frankenreich-muslimische Reiche

Klasse 7

Bauern und Adlige im Mittelalter

Herrschaft im mittelalterlichen Reich: der Kaiser

Leben für den Glauben: die Kirche und das Haus Gottes

Machtpolitik und Konflikte in Europa: Staufer und Welfen; Kurfürsten, Kreuzzüge, Frankreich wird monarchischer Zentralstaat

Leben in der mittelalterlichen Stadt

Humanismus, Renaissance, Entdecker und Kolonialherrschaft

Glaubensstreit in Europa: Dreißigjähriger Krieg

Absolutismus in Frankreich: L’Etat, c’est moi.

Klasse 8

Internationale Politik der europäischen Großmächte im 18. Jahrhundert: z.B. der Siebenjährige Krieg

Die USA: eine Kolonie wird Weltmacht

Die Französische Revolution und das Zeitalter Napoleons

Die Umgestaltung Europas: Von Napoleon zum Wiener Kongress

Industrialisierung und soziale Frage in Deutschland und Europa

Der Deutsche Nationalstaat: Einigungskrieg und Kaiserreich

Imperialismus und Mächterivalität

Der Erste Weltkrieg

 Klasse 9

Revolutionen in Russland

Die Weimarer Republik

Nationalsozialismus

Der Zweite Weltkrieg

Deutschland 1945-49

Der Ost-West-Konflikt und die deutsche Frage bis 1990

Globale Herausforderungen und Krisen der Gegenwart

Klasse 10
Einführungs-Phase(halbjährig)

Krisen und Umbrüche in der Geschichte anhand
ausgewählter Beispiele

 

Diejenigen Schüler, die im Schuljahr 2007/08 die Klassenstufe 10-11 besuchen, werden noch nach dem Stoffverteilungsplan unterrichtet, der dem 13-jährigen Schulbesuch zugeordnet ist, d.h.:

Klasse 10

Revolutionen in Russland

Die Weimarer Republik

Nationalsozialismus

Der Zweite Weltkrieg

Deutschland 1945-49

Der Ost-West-Konflikt und die deutsche Frage bis 1990

Globale Herausforderungen und Krisen der Gegenwart

 Klasse 11
(halbjährig)

Krisen und Umbrüche am Beispiel der Geschichte
Deutschlands nach 1945


3. Der Geschichtsunterricht in der Sek. II


In der gymnasialen Oberstufe werden am Max-Planck-Gymnasium in der Qualifikationsphase Kurse auf grundlegendem und erhöhten Anforderungsniveau (vormals: Grund- und Leistungskurse) bzw. als Ergänzungsfach angeboten. Der Geschichtsunterricht in der (Einführungsphase) findet dagegen noch im Klassenverband statt: Die Schülerinnen und Schüler werden auf den Unterricht in der Qualifikationsphase vorbereitet. 

Der Geschichtsunterricht ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit in der Oberstufe, in der den Schülern eine breite und vertiefte Allgemeinbildung vermittelt werden soll, um den Erwerb der allgemeinen Studierfähigkeit zu ermöglichen. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind wissenschaftspropädeutisches Arbeiten und das Denken in komplexen Strukturen.

Die Aufgabe des Geschichtsunterrichts  besteht darin, Aussagen über die Vergangenheit zu analysieren, zu beurteilen und zu werten und somit vorhandenes Geschichtsbewusstsein zu überprüfen und zu reflektieren, inwieweit dessen Inhalte methodisch akzeptabel zustande kommen oder durch Voreinstellungen und Interessen geprägt sind. Damit wird es für Schülerin­nen und Schüler möglich, eine ei­gene begründete Position zum Angebot geschichtlicher Deutungen zu beziehen. Da­mit leistet der Geschichtsunterricht einen Beitrag zum Abbau von Konfliktpotenzial zwischen Menschen verschiedener Gruppen.

Die Lernenden bringen ihre jeweilige historische Identität bzw. ihr Geschichtsbewusstsein in Geschichtsunterricht ein. Der Unterricht macht diese Voraussetzung zum Lerngegenstand und bietet unterschiedliche Angebote aus der Vergangenheit zur Erweiterung und Überprüfung. Auch dort, wo sich die Schüler mit Wertvorstellungen und Handlungsmustern nicht identifizieren, bleiben die Kenntnisse eines möglichen und legitimen Andersseins von Menschen.

Die Themen für den Geschichtsunterricht in der Oberstufe werden im Hinblick auf das Zentralabitur vom Kultusministerium für 3 der 4 Halbjahre der Qualifikationsphase vorgegeben:

Jahrgang 13
Abitur 2007

 

  1. Die USA: Von der Staatsgründung bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts
  2. Entstehung und Strukturen frühneuzeitlicher Monarchie
  3. Kontinuität und Diskontinuität deutscher Außenpolitik 1914-1945

 

Jahrgang 12
Abitur 2008

Der Unterricht findet in Kursen auf erhöhtem und grundlegendem Anforderungsniveau oder als Ergänzungsfach statt.
Folgende thematische Schwerpunkte sind vom Kultusministerium vorgegeben:

  1. Imperialismus – Expansion im Industriezeitalter
  2. Kontinuität und Diskontinuität deutscher Außenpolitik 1914 -1945
  3. Zwischen Altertum und Mittelalter: Die Spätantike als Epoche der europäischen Geschichte

 

Abitur 2009

 

  1. Imperialismus-Expansion im Industriezeitalter
  2. Europa im Spätmittelalter
  3. Ideologie und Herrschaft des Nationalsozialismus zwischen Terror und Verführung

 

(zusammengestellt nach den ‚Curricularen Vorgaben für das Gymnasium, Schuljahrgänge 5/6 sowie den ‚Rahmenrichtlinien’ des Niedersächsischen Kultusministeriums für die Sekundarstufe I/II)


4. Das Fach Geschichte als Bestandteil des Seminarfachs


Im neu eingeführten Seminarfach stehen fächerübergreifende und fächerverbindende Problemstellungen und die Einübung verschiedener Methoden im Vordergrund. Durch den besonderen Charakter des Faches Geschichte auf der Schnittstelle unterschiedlicher politischer, kultureller, gesellschaftlicher, sozialer und wirtschaftlicher Fragestellungen bietet sich eine Anbindung an unser Fachgebiet im Speziellen an. Folglich können fachübergreifende und fächerverbindende Themen- und Aufgabenstellungen vom Fach Geschichte ausgehend angemessen behandelt werden.

Am Max-Planck-Gymnasium haben die Schülerinnen und Schüler momentan die Möglichkeit, unabhängig von der Anbindung an ein Profil bzw. ein Profilfach zwischen sechs verschiedenen Seminarfächern zu wählen. Die Angebote decken die verschiedenen Profile jedoch ab, sodass den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit gegeben wird, ein ihnen angebracht erscheinendes Seminarfach zu wählen. Eine Anbindung an das Fach Geschichte bietet sich in mehrfacher Hinsicht an. Dieses ist exemplarisch dazu geeignet, allgemeine Lern- und Arbeitsmethoden zu vermitteln sowie im Rahmen projektorientierten Unterrichts durchgeführt zu werden.

Als besonders geeigneter Bereich kann hier zum Beispiel die Teilnahme an Geschichtswettbewerben dienen. Im Rahmen einer solchen Teilnahme können wissenschaftspropädeutische Lern- und Arbeitsmethoden wie

  • Informationsbeschaffung (z.B. in Archiven, Bibliotheken, etc.)

  • Informationsverarbeitung aufbereiten, ordnen, speichern

  • Kritische Prüfung und Bewertung des Materials

  • Darstellung bzw. Präsentation der Ergebnisse (Freie Rede, Freier Vortrag, Argumentation)

am konkreten Gegenstand eingeübt und auf allgemeine Charakteristika übertragen werden. Derzeit beteiligen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Seminarfachs am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema „Jung und Alt in der Geschichte“. Aus den eher projektorientiert angelegten Wettbewerbsbeiträgen entwickeln die Schülerinnen und Schüler anschließend die Facharbeiten.

 

5. Geschichts-AG

Die Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten hat am MPG Tradition. Der anspruchsvolle Wettbewerb schreibt alle 2 Jahre bundesweit ein Rahmenthema aus, das jeweils vor Ort an konkretem Quellenmaterial im Verfahren des „forschenden Lernens“ bearbeitet werden soll. Am MPG wird dazu eine Geschichts-AG angeboten, die interessierte Schüler bei der Themenwahl und dann bei der Erarbeitung des Wettbewerbbeitrags unterstützt. Die AG steht allen Schülern offen, trotzdem ist sie nicht groß, denn intensive historische Forschung erfordert Zeit, Findigkeit und Ausdauer. Aber diejenigen, die durchgehalten haben, wurden belohnt. Bei den letzten fünf Wettbewerben waren die Teilnehmer vom MPG jedes Mal unter den Preisträgern.

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